Samstag 21/Sept   17 Uhr   Stadtsaal Bludenz

Geschichte in Bildern

Ein außerordentliches Foto aus dem Jahre 1900 von Bludenz und Bürs, aufgenommen von der Oberen Furkla, zeigt die wirtschaftliche und industrielle Entwicklung der Bezirksstadt Bludenz am Anfang des 20. Jahrhunderts.

Die Betriebe der Firma Getzner, Mutter & Cie dominieren eindeutig die Bebauung der Stadt. Klarenbrunn I, vulgo Sündentempel, Klarenbrunn II, Bleiche, Bierbrauerei Fohrenburg und die Lünerseefabrik mit den Wohnhäuser entlang der Bürser Allee zeugen von der industriellen Entwicklung der Region und waren die großen Arbeitgeber im Bezirk Bludenz.

In Überblendungen zeigen wir die Situationen vom Jahre 1900 mit dem Jahre 2019 und machen einen Rundgang durch die Altstadt mit punktuellen Aufnahmen.

Der Bau der Vorarlbergbahn 1870 bis 1872 mit Endpunkt Bludenz und der Bau der Arlbergwestrampe mit dem Tunnelbau 1880 bis 1884 machten Bludenz zur Eisenbahnerstadt. Die Arbeitsbedingungen und Opfer dieser Großbaustellen sind noch heute in den Gedächtnissen vieler Familien präsent, das betrifft auch die Lawinen- Opfer von Dalaas anno 1954.

Welsches Kirchle, Welsches Viertel und zahlreiche Trentiner Namen erinnern heute noch an die Arbeitszuwanderung nach Vorarlberg. Beim Bau der Hl. Kreuzkirche, 1932 bis 1934, begegnen wir ihnen als Arbeiter in zahlreichen Bildern.

Die Bludenzer Südtiroler Siedlung als neue Wohnheimat der 1939 ausgesiedelten Südtiroler haben wir von Beginn an, bis zur Entwicklung in die 1980er Jahre dokumentiert.

Mit einem Film über den Scherenschleifer Julius Collini und dem legendären Orlando Borzhagini erinnern wir an ein ausgestorbenes Wandergewerbe. Bilder vom Huf- und Wagenschmied Gmeiner in der Herrengasse und dem Katzenwinkel ergänzen dieses Kapitel.

Russische Kriegsgefangene bauten 1915 den Bürser Schesadamm zum Schutz des Dorfes, ebenso den sog. Russendamm am Murabbruch auf der Tschengla. Bei seinem Vorarlbergbesuch 1917 empfing Kaiser Karl mit Gattin Zita die Bludenzer Honoratioren am Bahnhof Bludenz.

Ergänzend zeigen wir noch alte Bilder von Lehrer- und Lehrerinnen von der Volks- und Bürgerschule Bludenz, eine Kurzgeschichte des Bludenzer Gymnasiums, dem Bau der drei Muttersberg – Seilbahnen, die Schwimmbäder der Stadt, als auch eine Aufnahme 1897 der Familie Gassner aus Raggal, die von 1865 bis 1925 die Nonnenalpe bestoßen hat.

Die Bludenzer Sängerrunde unter Leitung von Frau Mag.a Eva Braito umrahmt die Präsentation mit Liedern aus der Zeit.

 

 

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